Intensivtherapie

Komplexe Krankheitsbilder erfordern eine intensive Therapie.

Das ATZ Aschaffenburg bietet die Möglichkeit einer Intensivtherapie für Schlaganfall-Patienten. Diese beinhaltet eine tägliche Übungsdauer von etwa 6 Stunden über einen Zeitraum von zwei bis sechs Wochen hinweg.

Welche Möglichkeiten einer Intensivtherapie bietet das Therapie-Zentrum Aschaffenburg für Schlaganfall-Patienten?

  • Spiegeltherapie

    Nach einem Schlaganfall leiden Betroffene häufig an einer eingeschränkten Funktion der Arme und/oder Beine und nicht selten an einer halbseitigen Lähmung, die auch mit Schmerzen einhergehen kann. Grund dafür ist die Schädigung bestimmter Regionen im Gehirn. Verschiedene Gehirnregionen sind jeweils für bestimmte Funktionen, wie beispielsweise das Bewegen der Hände und Füße oder auch nur einzelner Finger verantwortlich. Werden diese Funktionen durch einen Schlaganfall gestört, kann es zu einer anderen Wahrnehmung der betroffenen Körperteile und -regionen kommen. Nicht selten kommt es auch vor, dass die zuständige Hirnregion durch einen Schlaganfall kleiner wird.

    Hier setzt die Spiegeltherapie als Intensivtherapie in Aschaffenburg an. Mit ihr können bestimmte Regionen im Gehirn ganz gezielt angesprochen werden, womit die Motorik und das Schmerzempfinden positiv beeinflusst werden. Geübt wird mit einem Spiegel und der dadurch erzeugten Illusion, auf die der Patient sich bewusst einlassen muss. Die Spiegeltherapie erfordert besonders am Anfang Ausdauer, Geduld und ein konsequentes Training und sollte nur unter Anleitung eines qualifizierten und erfahrenen Spiegeltherapeuten durchgeführt werden. Mit der entsprechenden Ausdauer und Konsequenz kann diese Therapieform enorme Erfolge erzielen.

  • Hand-Therapie

    In vielen Fällen ist nach einem Schlaganfall die Motorik der Hände bzw. meistens nur die einer Hand stark beeinträchtigt. Die Hand-Intensivtherapie, die in Aschaffenburg angeboten wird, vereint ergotherapeutische Behandlungen mit klassischen Techniken der physikalischen und manuellen Therapie. Diese Therapie wird nicht nur als Intensiv-Therapie nach einem Schlaganfall angeboten, sondern auch als Behandlung von Gelenkerkrankungen oder Verletzungen der Hand. Die Handtherapie hat das Ziel, die Funktionsfähigkeit der geschädigten Hand möglichst vollständig wiederherzustellen.

  • Gangrehabilitation mit G-EO und C-Mill

    Das Therapiezentrum Aschaffenburg bietet mit dem sogenannten G-EO-System weltweit das modernste System zur Rehabilitation des Ganges im Rahmen einer Intensivtherapie und bietet das komplexeste Angebot an Möglichkeiten des Gangtrainings. Es ist in der Lage, alle Bewegungsabläufe des Ganges eines Menschen zu simulieren. Diese Therapie ist robotergestützt und gilt als sehr effizient. Die Ziele der Gangrehabilitation sind nicht nur die Wiedererlangung der Gehfähigkeit des Betroffenen, diese Therapie trainiert ebenfalls gezielt das Treppensteigen. Die Therapeuten unseres Zentrums stellen Ihnen hier gern ein individuelles Trainingsprogramm zusammen.

  • Funktionelle Elektrostimulation (FES)

    Über die FES-Behandlungsmethode können Nerven aktiviert werden, welche vom zentralen Nervensystem nicht mehr angesteuert werden. Sie findet besonders dann Anwendung, wenn durch einen Schlaganfall ein Fuß oder ein Bein nicht mehr richtig bewegt werden können. Eine derartige Intensivtherapie führen wir in Aschaffenburg auf Basis modernster wissenschaftlicher Erkenntnisse der FES-Methode durch. Ein individuell auf den jeweiligen Patienten abgestimmter elektrischer Impuls erreicht diesen entweder von innen (ActiGait) oder von außen (MyGait). In beiden Fällen wird der Peronäusnerv aktiviert, welcher für die Anhebung des Fußes verantwortlich ist. Dieser Nerv leitet das Signal an die Unterschenkelmuskeln weiter, und daraufhin kann der Fuß angehoben werden. Gleichzeitig werden durch diese Stimulation die Muskeln in Fuß und Bein trainiert.

  • Kognitive Rehabilitation

    Diese Form der Intensivtherapie arbeitet mit der generellen Fähigkeit unseres Gehirns, sich zu regenerieren und neue Synapsen zu bilden. Dadurch können nach einem Schlaganfall alte Fähigkeiten wieder nutzbar gemacht und neue erlernt werden. Im Therapiezentrum Aschaffenburg wird mit Hilfe dieser Behandlung versucht, kognitive Funktionen weitgehend wiederherzustellen und – sollte dies nicht mehr möglich sein – entsprechende Strategien zur Kompensation einzusetzen.

    Sie benötigen eine Intensivtherapie zur Behandlung von Schäden eines Schlaganfalls? Machen Sie einen Termin zu einem Erstgespräch im Therapiezentrum Aschaffenburg. Ein erfahrener Therapeut wird die Diagnose stellen und die für Sie richtige Behandlung einleiten.

  • Ergotherapie

    Bei der Ergotherapie handelt es sich um eine ganzheitliche Methode. Sie geht davon aus, dass der Mensch eine Einheit von Körper, Seele und Geist darstellt und berücksichtigt in der Behandlung alle drei dieser Elemente. Gute und erfahrene Ergotherapeuten unterstützen die Patienten mit Hilfe der Therapie, sodass sie Ihre Beweglichkeit wiedererlangen, Ihren Alltag selbständig meistern können und somit wieder an Lebensqualität gewinnen.

  • Physiotherapie

    Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet in etwa „Heilung des Körpers“. Eine Physiotherapie kommt zur Wiederherstellung von – z.B. durch einen Schlaganfall verlorengegangenen – körperlichen Fähigkeiten zum Einsatz. Angestrebt wird ein optimaler physiologischer Zustand des Körpers oder – falls dies nicht möglich ist – eine bestmögliche Verbesserung der Fähigkeiten des Patienten. Eine Physiotherapie wird nicht nur nach einem Schlaganfall angewandt, sondern auch bei Erkrankungen wie Rheuma, einem Bandscheibenvorfall, Arteriosklerose und Parkinson oder bei Knochenfrakturen oder Verletzungen durch einen Unfall.

  • Logopädie/Sprachtherapie

    Nach einem Schlaganfall oder einem Unfall kommt es nicht selten vor, dass der Betroffene die Fähigkeit, fehlerfrei zu sprechen und problemlos zu schlucken, verliert. In solchen Fällen kann eine Sprachtherapie sehr hilfreich sein. Die Logopädie bzw. Sprachtherapie beschäftigt sich mit der Prävention, Diagnostik und Behandlung von Sprech-, Sprach- und Schluckstörungen. Erfahrene Sprachtherapeuten bzw. Logopäden unterstützen ihre Patienten, ihre kommunikativen Fähigkeiten wiederherzustellen bzw. zu verbessern. Sprachtherapien finden ebenfalls Anwendung bei Kindern, die in ihrer Sprachentwicklung auffällig sind.

  • robotergestützte Arm- und Handtherapie

    Ein Schlaganfall hat oft Lähmungserscheinungen und eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten von Arm und/oder Hand zur Folge. Ein noch junger Bereich in der Rehabilitationstherapie ist die robotergestützte Arm- und Handtherapie, die aufgrund ihrer hohen Erfolgsquote immer weiter ausgebaut und entwickelt wird. Mit Hilfe dieser Therapie werden die Patienten durch die sich wiederholende automatisierte Bewegung wieder an ihre maximalen Leistungsgrenzen herangeführt. Die robotergestützte Therapie erfolgt in drei Phasen: Zuerst trainieren die Patienten passiv, dann assistiv und in der dritten Stufe aktiv.